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Jamespot - Social Software für die Digitale Transformation

Matthias Lorentz am 02.05.2014 11:15:00

Jeden Tag eine gute Tat oder eben ein neues Tool. Wie angekündigt werden wir in den nächsten Tagen 12 Enterprise Tools vorstellen, die Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützen könnten. Hier kommt Tool 7 aus der Liste, die wir anhand eines konkreten Anwendungsfalls auf der Social Now Konferenz in Amsterdam vorgestellt bekommen haben.

Ein weiteres Tool aus der “French Connection”, welches auf der Bühne vom CEO und Gründer Alain Garnier präsentiert wurde. Er war einer der wenigen Präsentatoren, die sich bei ihrer Präsentation nicht auf einen bestimmten Bereich des Tools konzentrierten, sondern die gesamte Plattform vorstellten. Trotz der daher zwangsläufig hohen Geschwindigkeit seiner Präsentation, schaffte er es hier und dort noch, ein paar sehr marketinglastige Sätze unterzubringen, was im Publikum einige Hände in Richtung rote Fahne hat zucken lassen (damit können auf der Social Now Präsentationen unterbrochen werden, wenn sie dem Publikum zu werblich sind)

Was kann es?

Jamespot ist ein ziemlich vollständiges Social Software Tool bezüglich der Features die man von einem Standarttool erwarten würde. Die Organisation geschieht hier über Gruppen (genannt “Spots”) und Projekte, die unabhängig voneinanderer sind. Mehrere Spots können also an einem Projekt beteiligt sein und umgekehrt. Es gibt einen Emailconnector, der Emails in die Platform integriert und nette Features wie Goals (Festlegung von sbpw. Sales Zielen für Abteilungen) oder ein relativ umfangreiches “Suggestions System”, das bspw. bei der Erstellung von neuen Projekten, bereits in anderen Projekten vorhandene Prozesse als Vorlage vorschlägt.

Der Kern der Plattform sind die Projektmanagement Features. Aufgaben, Ziele, Projektplanung über den sogenannten “Actionplan”, der Zuständigkeiten, Meilensteine, Deadlines usw. enthält, Prozessmanagement und ein detailliertes Analytics Feature von Projektebene bis hin zur Dokumentebene.

Wer soll es nutzen?

Jamespot gibt es ausschließlich als Cloud Version und versucht dem Middle Management ein auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes Tool zu liefern. Der hohe Anteil an Projektmanagement Features und die Vernachlässigung von “Social Features” wie u.a. liken belegen dies. Garnier kommetierte hierzu “Hier wird nicht geliked, hier wird gearbeitet”.

Wie sieht es aus?

Was die Aufteilung der Oberfläche angeht gibt es, wie bei den meisten gesehenen Tool nichts viel Neues. Zentraler Aktivity Stream, Features links, Zusatzinformationen rechts. Es wirkt sehr aufgeräumt und trotz seines verhältnismäßig großen Funktionsumfangs zumindest optisch nicht überladen. Ein nette Gimik des Interfaces ist das “Speedometer” Dashboard. Es fasst idividuell festgelegte Parameter zu Aktivitäten, Notifications, Kennahlen aus den Projektmanagement Features zusammen und visualisiert sie über mehrere “Tacho” oder “Drehzahl” Anzeigen, wie man es aus dem Auto kennt. Zumindest während des Vortrags wirkte es wie ein tatsächlich sinnvoll einsetzbares Feature, da man sehr schnell einen Überblick über bspw. die Reichweite oder Reaktionen zu Newslettern, Blogs etc. erhält.

Was macht es besonders?

In einem, bzw. zwei Worten: der Projektmanagementfokus. In der Individualisierbarkeit der möglichen Prozessabläufe und der Tiefe der einzelenen Features ist es durchaus mit Podio und seinem App System vergleichbar. Allerdings verfügt Jamespot über bedeutend effizientere Möglichkeiten die Prozessverläufe abzubilden und nachzuvollziehen. Abgesehen von dem schon beschriebenen Speedometer gibt es beispielsweise noch die CoMap


Die CoMap stellt die Teilschritte eines Projektes über ein in einzelne Flächen unterteilten Vietelkreis dar. Die Größe der Flächen sind abhängig vom Zeitplan des Projektes, die Farbe davon, ob es in diesem Projektschritt etwas zu tun gibt oder nicht. (Grün= alles ok, Gelb= alles gut aber die Deadline ist bald, Rot= Prokrastination einstellen, morgen früh ist die Präsentation, Grau= abgeschlossen).

 

Eine weitere interessante Idee ist die Möglichkeit Inhalte über eine Art nett animierten, dynamischen Newsroom zu veröffentlichen, der themen-, projekt-, oder gruppenspezifisch bespielt werden kann. Der Feed des Dashboards kann bspw. über Digital Signage Lösungen veröffentlicht werden, was ein erster einfacher Ansatz sein könnte, wie man Werksmitarbeiter ohne PC Arbeitsplatz, zumindest one way an den Geschehnissen auf einer Social Software Platform teilhaben lassen kann.

Was denke ich darüber?

Nach 2 Minuten Präsentation wirkte es, wie ein kleines schnelles Tool, ähnlich wie yammer etc., nach 5 Minuten dachte ich: “Ok, nette Zusatzfeatures” und spätestens nach 10 Minuten wurde mir bewusst wie komplex das Tool in manchen Bereichen eigentlich ist. Es ist beeindruckend, wie Jamespot es schafft zu vermeiden, den User mit Funktionstiefe und Komplexität zu erschlagen. Ich wäre sehr interessiert, wie sich Jamespot in der Praxis macht. Ich befürchte, dass wie so oft, die tollen, innovativen Feautres im Alltag untergehen und so in der Praxis viel des Potentials von Jamenspot verpufft. Sollte also jemand Jamespot schon in Action erlebt haben, freue ich mich auf den Beleg des Gegenteils.

Und was bei IDC, Gartner oder Forrester nicht fehlen darf, wird natürlich auch bei uns nicht fehlen: Ein Spinnennetzdiagramm! Für die Enterprise Social Network (ESN) Attribute

  • Projektmanagement
  • Social Analytics
  • Zusammenarbeit
  • Kommunikation
  • Informationsmanagement
  • Netzwerken

vergeben wir nach streng wissenschaftlichen Kriterien Schulnoten von 1 bis 5.

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