Definitionsfrage: Was ist eigentlich ein Magazin?

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Wenn bei Kammann Rossi schon das Jahr des Magazins beginnt, sollten wir uns doch eine wichtige Frage stellen: Was ist ein Magazin eigentlich?

Hier mal die "Big 7" Attribute, von denen wir glauben, dass sie ein Magazin ausmachen:

  1. Inhaltliche Fokussierung: Die Inhalte eines Magazins konzentrieren sich zum überwiegenden Teil auf ein Thema, ein Event oder ein Zielgruppen-Bedürfnis. Es mag andere Elemente geben, aber ein starker inhaltlicher Zusammenhalt ist immer gegeben.
  2. Individuelles Branding: Magazine sind eigene Marken, es ist eine Content Brand. Die Gestaltung mag von der Marke der publizierenden Organisation beeinflusst sein, grundsätzlich versucht das Design aber eine gewisse Unabhängigkeit zu bewahren.
  3. Design-Qualität: Eines der wesentlichen Merkmale von Magazinen ist ihr  aufwändiges Design, insbesondere ein Layout mit hohem kreativen Anspruch. Es mag Standardformate geben - die wichtigen "Strecken", z.B. Reportagen, besitzen aber eine hohe, auf den Inhalt abgestimmte Individualität. Auch das Cover / die Homepage genießt eine besondere Aufmerksamkeit und reflektiert die Content Brand besonders stark. 
  4. (Multi-) Medialität: Im Gegensatz zu Zeitungen oder Sites mit hohem (Kurz-)Nachrichten-Anteil werden audiovisuelle Medien (Fotografie, Video, Audio, Illustration, Infografiken etc.) in erhöhtem Maße eingesetzte und stellen einen großen, https://www.linkedin.com/posts/kammann-rossi-gmbh_welovemags-magazin-activity-6597832541942706177-KDIA nicht sogar mehrheitlichen Anteil der Inhalte dar.
  5. Hohe Komplexität: Magazine sind spezialisiert auf Longform-Inhalte. Sie bieten die Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge über mehrere Seiten und durch die die geschickte Kombination verschiedener Formate darzustellen. Natürlich gibt es auch kurze Inhalte, dominiert werden sie jedoch von umfangreichen inhaltlichen Auseinandersetzungen mit einem Thema und intensivem Storytelling.
  6. Regelmäßige Erscheinungsweise: Als Print-Medium sind sie geprägt von einer  zyklischen (wöchentlichen / monatlichen / quartalsweisen / jährlichen) Erscheinungsweise. Als Online- und damit Echtzeit-Medium haben sie dieses    Attribut weitestgehend eingebüßt, arbeiten im allgemeinen aber weiterhin mit sehr regelmäßigen kontinuierlichen Update-Zyklen.
  7. "Owned Media": Magazine sind in den allermeisten Fällen zu 100% in der Verfügungsgewalt des Publishers. Sie werden von ihm / ihr hergestellt und produziert und auch die technischen Plattformen sind im Besitz des Publizierenden. Sie sind "owned" und nicht "rented land". Es gibt auch im Online-Bereich nur wenige Ausnahmen, z.B. auf Medium oder Instagram. 

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