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Warum ein Teil des AdWords Budgets jetzt ins Content Marketing gehört

Carsten Rossi am 11.03.2015 08:45:00

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Wenn Sie im Online Marketing unterwegs sind, geben Sie sicher einen großen Teil Ihres Marketing Budgets bei Google für Anzeigen aus. Vielleicht auch für Display Ads bei anderen Werbetreibenden. Das sollten Sie nicht von heute auf morgen sein lassen, schon gar nicht im B2C Geschäft mit laufendem Online-Shop. Aber es gibt doch mittlerweile einige Gründe – vornehmlich in der Form von Zahlen – die vermuten lassen, dass dieses „Anzeigenbudget“ zusehends weniger effektiv ist und Sie deshalb einen Teil davon für Content Marketing Maßnahmen abzweigen sollten. 

Die drei wichtigsten Zahlen dazu habe ich hier einmal in aller Kürze zusammengestellt.

1) Immer weniger Menschen nehmen Anzeigen überhaupt wahr

Damit meine ich nicht die gefühlte, sondern die echte Wahrnehmung. Laut eines Berichts von Attila Wohllebe auf Onlinemarketing.de nutzen mittlerweile 22,7% der Websurfer Adblocker. Und im Jahr 2018 werden – nach konservativen Schätzungen – wahrscheinlich 30% aller Online Anzeigen durch Adblocker herausgefiltert.  

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2) Auch wahrgenommene Anzeigen wirken kaum

Auf der 5. Content Marketing Conference in Köln letzte Woche gab es einen schönen Vortrag von Jürgen Schmidt (Gründer und Geschäftsführer, Contented Technologies GmbH) und Roland Divos (Director Digital Activation, OmnicomMediaGroup). Neben vielen anderen Dingen wurde dort klar: Klickraten von 0,15% und Bouncerates (abgebrochene Interaktionen) von bis zu 80% wirken schon fast wie eine Firewall zwischen Werbetreibendem und Leser. Aufwand und Ergebnis stehen in keinem guten Verhältnis zueinander.

 

3) Die Bedeutung von Social Media und Blogs für die Generierung von Leads wächst ständig

Der Hubspot Report „State of Inbound 2014“ – eine Umfrage unter 3570 Marketing- und Vertriebsverantwortlichen weltweit – zeigt klar, dass die meisten Verantwortlichen die Bedeutung von Sozialen Medien und Weblogs wesentlich schneller wachsen sehen als die von „traditioneller Werbung“.

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Nun verdiene ich einen Teil meines Geldes mit Content Marketing und kann Sie am Ende nur bitten, sich zusätzlich zu diesen Ausführungen noch selber ein Bild zu machen. Aber tun sie das doch auch einmal, indem Sie ihr eigenes Surfverhalten überprüfen!

Wie oft haben Sie in letzter Zeit auf eine Online-Anzeige geklickt? Oder eine wirklich wahrgenommen? Wie oft haben Sie sich über Popups oder Vorschaltanzeigen geärgert und wie oft haben Sie statt dessen eine solche Anzeige als hilfreich empfunden? Und wie oft haben Sie im Gegensatz dazu einen Artikel in einem Magazin oder einem Blog mit Gewinn gelesen oder sogar weiter empfohlen?

Das Zeitalter der „Werbung“ ist sicher nicht vorbei. Nur funktioniert sie zusehends anders. Werbung ist ein Käufermarkt und deshalb bestimmt auch der Kunde die Regeln. Und der wünscht nicht gestört zu werden.

Deshalb gibt es Content und Inbound-Marketing. Es ist die Kunst, den potenziellen Kunden nicht zu stören oder zu unterbrechen, sondern ihn durch hilfreiche Inhalte für sich einzunehmen und ein gutes Verhältnis zu ihm aufzubauen.

Produkte wie Google Adwords werden dabei sogar eine wichtige Rolle behalten. Sie helfen, Aufmerksamkeit für gute Inhalte zu generieren, gerade zu Beginn einer Kampagne. Sie sind ein Seeding-Tool, also solche aber nur noch die Mittler. Verkauft wird nicht durch Überredung sondern durch Überzeugung.

Und deshalb lohnt es sich für die meisten von Ihnen, zumindest einen kleineren Teil Ihres bisherigen AdWords Budgets in erste Content Marketing Versuche zu investieren. Die Zeit ist definitiv reif!

Studie „Content Marketing in Deutschland - Was bringt es wirklich?“ Download

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HubSpot Report State of Inbound 2014

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