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Sixt, Castor, Werberk**ke

Carsten Rossi am 09.11.2010 09:21:00

Um es vorweg zu sagen: Mir ist es persönlich ziemlich egal, ob man ein paar Schotterer für Werbezwecke missbraucht. Für mich sind Bewegte genausowenig sakrosankt wie Unternehmen. Ich arbeite in einer Agentur und suche Gelegenheiten.

Was mich aber wirklich stört ist, dass es sich bei dieser Aktion um völlig amoklaufenden und unprofessionellen Werberunsinn handelt, der allen professionellen Regeln widerspricht. Nehmen wir nur mal die folgenden drei:

a) Thema muss zum Produkt passen: Ist nicht gegeben, Bahn an sich ist nur ein Nebenthema. Setzen, 6.

b) Format muss zum Kunden passen: Ein Unternehmen in der Größe von Sixt braucht keine Awareness und deshalb auch keine Guerrilla-Aktion mit möglichst großer Reichweite mehr. Wär's ne Dönerbude, könnte ich es verstehen, so bleibt erneut: Setzen, 6.

c) Wirkung muss zu den angestrebten Reputationstreibern passen: Einer der Kernwerte und Reputationstreiber für einen Autovermieter sind (ähnlich wie für Autohändler) die Themen "Vertrauen" und und "Loyalität". Beide werde hier aufs gröbste mit Füßen getreten: einschleichen, missbrauchen und noch damit angeben, damit werden Reputation und Marke massiv beschädigt. Setzen, Agentur wechseln.

Warum die Unternehmenskommunikation hier nicht eingeschritten ist, ist mir ein Rätsel. Die paar geschredderten Kundenkarten und wütenden Mittelständler sind unerheblich, aber in diesem Fall wird ein Makel bleiben - und das wird dem Unternehmen langfristig schaden. 

(Für alle, die nicht wissen, wovon ich rede, hier der Case: http://www.sixtblog.de/werbekampagnen/der-castor-coup-von-sixt/.)

 

 

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