Kammann Rossi - „Mehr ist möglich“ Blog

Unser Motto 2026: Mehr ist möglich!

Geschrieben von Carsten Rossi | 30.01.2026 15:15:54

Ich bin ja der Meinung, dass diejenigen, die LLMs ablehnen, weil damit AI Slop produziert werden kann, genauso faul sind wie die, die das tun. Vielleicht nicht physisch. Es ist ja durchaus anstrengend, dem ganzen Ärger Ausdruck zu verleihen, ohne KI dafür zu nutzen. Zudem ist Zorn – und viele der KI-Hater sind dauerzornig – auf Dauer auch körperlich anspruchsvoll.Nein, die Faulheit ist eher eine geistige. Weil ihren Texten und oft dünnen Argumenten, die sich zumeist im Beschwören der guten alten Zeit und der angeblich unschlagbaren menschlichen Qualität und Kreativität erschöpfen, anzumerken ist, dass sie niemals auch nur näherungsweise ernsthaft versucht haben, ein Werk mit KI zu schaffen. Sie haben Anfang 2023 ChatGPT 3.5 geöffnet, beleidigt festgestellt, dass OpenAIs Tool genauso viele Fehler macht wie sie selbst damals in ihrer Master- (meistens eher: Magister-)Arbeit, zudem keine Ahnung hatte, wer sie sind, und damit war die Sache geritzt: Fundamentalopposition, das Abendland retten, Halluzinationen, KI kennt keine Wahrheit, you name it.

Ein bisschen tun sie mir leid, die Hater und Ragebaiter. Weil sie in ihrer geistigen Unbeweglichkeit so viel verpassen. Wie schlecht gelaunte Studienräte auf dem Abi-Ball, die keinen Spaß finden, weil ihre Schüler die Memes nicht auf Latein übersetzt haben.

Natürlich ist TikTok nervig. Aber eben auch ein neuer Stil, eine neue kreative Ausdrucksform für viele Noch-nicht- oder vielleicht sogar Niemals-Magister. Mit etwas Neugier lassen sich dort viele Perlen finden, und mit etwas Offenheit und noch mehr Anstrengung lassen sich mit KI Dinge anfertigen, die wir uns vorher weder finanziell noch geistig leisten konnten: ungesehene Bilder und Filme; Recherchen und Analysen, für die ein Professor früher einen Stall von Hiwis brauchte; Software, die hilft und effizienter macht; verständliche und detaillierte statistische Auswertungen von und für Menschen, die gerade mal die vier Grundrechenarten beherrschen, so wie ich.

Natürlich kann man mit KI auch einfach Stile kopieren, analysieren, ohne zu recherchieren, schlechte Gradient-Websites anfertigen und falsch ausrechnen, wie viele „i“ in Mississippi sind. Aber dann hat man seinen Job nicht gemacht, dann war man nicht neugierig genug oder eben einfach ein Hater. Das ist nicht die Schuld der Technologie. Da sitzt das Problem dann wirklich vor dem Rechner.

Damit das zumindest in meinem (unseren Agentur-) Umfeld nicht mehr passiert, damit es keine Ausreden mehr gibt, wollen wir 2026 zum "Jahr der Möglichkeiten" machen. Mit ehrlicher Begeisterung und viel Neugier zeigen wir euch den bunten, aufregenden, kreativen Candyshop, der gerade entsteht. Wir wollen die Möglichkeiten von KI zeigen, erklären, nutzen und euch helfen, sie euch zu erschließen. Auch wenn Handgemachtes weiterhin Spaß bringt, wären wir alle im falschen Job, wenn wir die neuen Möglichkeiten durch KI ignorieren würden. Denn sicher ist immer: Mehr ist möglich.

PS Haltet die Augen offen. Wir werden in 2026 regelmäßig Beiträge unter dem Hashtag #mehristmoeglich veröffentlichen - und zwar auf LinkedIn, Insta und Facebook.