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Den richtigen Social Software Anbieter für ihr Social Intranet finden

Carsten Rossi am 26.11.2014 09:54:00

social_software.jpgStrategie ist wichtig, Kultur ist wichtig, Konzept und Design sind wichtig - aber irgendwann kommt in einem Social Intranet Projekt doch der Moment der Wahrheit: es gilt einen Anbieter für die Social Software oder die wesentlichen sozialen Komponenten des geplanten Social Intranets auszusuchen.

Dabei gilt es, viele Kontext-Faktoren zu berücksichtigen. So muss das Produkt zur existierenden Infrastruktur passen (z.B. zum bestehenden CMS, falls eines vorhanden ist). Die IT sollte zudem die Skills und die personellen Ressourcen besitzen, den technischen und idealerweise sogar den User-Support zu leisten. Im Kern aber muss vor allem das Vorhandensein und die Güte der wichtigsten, für ein Social Intranet typischen Anwendungsfälle überprüft werden.

Deshalb führen wir im allgemeinen schon recht früh im Projekt ein erstes Benchmark von möglichen Social Software Anbietern durch, und zwar auf Basis eines Funktionsrasters, das ich hier gern teilen will.  

Anwendungsfall 1: Unternehmenskommunikation

Hier bewerten wir, wie das Tool die Verbesserung der Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Partnern und Kunden ermöglicht und ob es sich als zentrale Kommunikationsplattform einsetzen lässt. Unser Hauptaugenmerk richten wir dabei auf die Blog- und Foren Funktionalität des Tools.

Anwendungsfall 2: Kollaboration und Wissensmanagement

Hier analysieren wir, in welchem Ausmaß Zusammenarbeit und Wissensaustausch zwischen Nutzern auf der Social Software Plattform möglich sind. Die wichtigsten Funkitionalitäten sind offene und geschlossene Arbeitsräume oder Communities, Kalender und Task-Management, Wiki-Tools und die Fähigkeit zum Dokumentenmanagement und Dateiaustausch.

Anwendungsfall 3: Social Networking und Expertensuche

Hier testen wir, wie gut ein Social Software Produkt Mitarbeiter bei Aufbau und Ausbau ihres Netzwerkes unterstützt und wie leicht es ist, Experten zu Themen oder Projekten zu finden. Hauptanforderung in diesem Bereich sind Nutzerprofile, Follower und Connect-Funktion, Skill und Personensuche und Kennzeichnung (Tagging).

Anwendungsfall 4: Personalisierung und Informationsmanagement

Wir sehen uns an, wie einfach es für den Nutzer ist, sich zu organisieren und alle persönlich relevanten Informationen an einer zentralen Stelle für sich zu aggregieren. Wichtig sind dabei Features wie inidivduelle Homepages / Dashboards, Activity-Streams, RSS-Support, Datenfilter und natürlich eine gute Volltext-Suche.

Um Zukunftssicherheit zu gewährleisten, analysieren wir für jeden Anbieter zudem noch, wie einfach es ist, die analysierte Plattform aufzusetzen und unter verschiedenen Bedingungen in die IT-Landschaft ihres Unternehmens zu integrieren. Und wir bewerten, ob die Social Software auf User- und Plattform Ebene angepasst und der gegebene Funktionsumfang selbst oder mit Drittanbieter-Software erweitert werden kann.

Eine wirklich nützliche Analyse wird daraus allerdings erst durch eine abschließende Gewichtung. Sie sollten sich zuvor nämlich ganz genaue Gedanken darüber machen, welche Priorität die oben angegebenen Funktionscluster für ihr Social Intranet haben. Echte eierlegende Wollmilchsäue gibt es kaum – und es wäre fatal, ein System mit erstklassigen Wissensmanagement-Funktionen auszuwählen, wenn Social Networking und Expertsensuche der wichtigste Anwendungsfall für ihr Projekt ist. Die Erstellung von praktischen Usecases ist als Basis für die Auswahl also absolut notwendig. Wie das geht, lesen Sie hier

 (Bild: Fotolia) 

 

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