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Die 8 wichtigsten Maßnahmen der Change Kommunikation

Janine Müller am 26.02.2015 08:45:00

Maßnahmen Change Kommunikation(Bild: Fotolia_59984269)

Unternehmen verändern sich. Aktiv und bewusst. Und immer soll die geplante Veränderung den Weg ebnen für eine angestrebte Verbesserung. Die Verbesserung der Effizienz und der Unternehmens-Performance durch die Einführung neuer Abrechnungssysteme. Die Verbesserung der Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern im Rahmen der Einführung eines Social Intranets. Die Verbesserung der Innovations- und der Wettbewerbskraft auf Basis eines Kultur- und Wertewandels. Und so weiter. Doch Gründe für den Change gibt es mindestens eben so viele wie Reaktionen darauf. Und hier wird es kompliziert. Denn meist steht für den einzelnen Mitarbeiter, der sich plötzlich mit einer Veränderung konfrontiert sieht, nicht das Große Ganze – in dem Fall das vom Unternehmen verfolgte Ziel – im Fokus. Viel mehr ist es seine persönliche Situation, die ihn umtreibt und davon abhält, dem Wandel eine Chance zu geben. Denn der Mensch im Allgemeinen hasst Veränderungen. Ob diese nun technologisch oder kulturell induziert sind, spielt dabei erst mal keine tragende Rolle. Die eigene Komfortzone ver- und Veränderungen zulassen? Nein, Danke. Und schon gar nicht, wenn man sich dabei auch noch aktiv beteiligen muss. Wandelwillige Unternehmen sehen sich hier oft – überrascht – mit Mitarbeitern konfrontiert, die die neue Situation ignorieren, aussitzen oder, im schlimmsten Fall, bekämpfen. Das Projekt droht zu scheitern, noch bevor es richtig Fahrt aufgenommen hat und bringt am Ende nichts hervor als ein Loch in der Kasse, ein frustriertes Management und verschwendete Energie auf allen Seiten.

Und jetzt spulen wir mal an den Punkt „geplante Veränderung“ zurück und tun so, als wäre den Mitarbeitern der Change nicht einfach nach „Friss-oder-stirb“-Manier vor die Füße geworfen worden, sondern als wäre ihnen die geplante Veränderung sowohl vor als auch während ihrer Durchführung transparent und stetig kommuniziert worden.

Hier kann der geneigte Leser gern noch einmal nachlesen, warum es so wichtig ist, dass in Unternehmen während laufender Change-Projekte eine transparente Kommunikation stattfindet und dass die Mitarbeiter sich jederzeit informiert, verstanden und gut aufgehoben fühlen.

Die Frage, die sich dem „Warum“ fast schon zwangsläufig anschließt, ist die nach dem „Wie“:

  • Wie kommuniziere ich so, dass ich alle Mitarbeiter gleich erreiche?
  • Wie bereite ich meine Inhalte am besten auf? 
  • Wie finde ich die passenden Formate und Maßnahmen für mein Unternehmen? 
  • Wie vermeide ich mangelnde Adoption der Software und damit Investitionsfehlschläge? 
  • Und wie treffe ich hiermit auch noch die strategischen Ziele des Managements?

Bei der Beantwortung all dieser Fragen setzt gute Change Kommunikation an. Sie umfasst nicht „nur“ das Aufhängen eines Posters in der Kantine. Sie holt das Management mit ins Boot und befähigt es, die Mitarbeiter durch den Change zu führen. Sie hilft den Kommunikatoren bei der Planung, Durchführung und Messung von Maßnahmen. Sie schlägt Brücken zwischen unterschiedlichen Meinungen, Voraussetzungen und Abteilungen und beendet Silodenken. Sie übersetzt komplizierten Fachjargon und komplexe Inhalte in leicht konsumierbare Informationen und schafft so Zugang. Und sie hilft dem Unternehmen gezielt dabei, sich selbst zu helfen und so ein Maximum an Glaubwürdigkeit zu erreichen.

Aus unserer Erfahrung sind die folgenden Formate und Maßnahmen im Rahmen einer umfassenden und erfolgreichen Change Kommunikation kaum mehr wegzudenken:

Use Cases
Als Kommunikationsinstrument erläutern Use Cases den Rezipienten den Benefit eines Change-Vorhabens anhand eines aus ihrem Arbeitsalltag stammenden konkreten Arbeitsprozesses. Parallel werden Begründungen für die im Change-Vorhaben notwendigen Schritte vermittelt.

(Management) Workshops
Um an möglichst höchster Stelle innerhalb der Organisation das Buy-in für das Projekt zu bekommen
, ist es wichtig, die richtigen Weichen zu stellen. Es werden nicht nur Erwartungen abgefragt, Ziele definiert und Informationen vermittelt – Workshops sorgen darüber hinaus für eine ganz eigene Dynamik innerhalb des Projektes und der Teams und stärken das persönliche Commitment des Einzelnen.

Project Story
Visuelles und narratives Leitmotiv eines Change-Projektes
. Wesentliche Elemente einer Project Story sind ein Name, ein Visual, eine Bildwelt sowie ein kommunikatives Phasenmodell. Die Project Story sorgt für eine einfacherer Identifikation und Rezeption des Projekts im Kommunikationszeitraum und schafft einen hohen Wiedererkennungswert.

Simple Shows 
Simple Shows sind Comic-artige, relativ kurze Videos, die die komplexen und komplizierten Sachverhalte, die ein Change Projekt zweifelsohne oft mit sich bringt, einfach konsumierbar und auf unterhaltsame Art und Weise aufbereiten und dem Zuschauer so den Zugang zu neuen Themen sehr erleichtert.

Cookbook
In einem „Cookbook“ werden die Elemente, Maßnahmen und Kommunikationsaktivitäten im Rahmen einer Change-Kampagne sowohl für das Management, die Kommunikationsabteilung als auch für alle weiteren Multiplikatoren beschrieben und deren Distribution sowohl zeitlich als auch inhaltlich vorgegeben.

Guides/Botschafter
Aus dem Unternehmen selbst rekrutierte Mitarbeiter, die als Botschafter intern wirken und helfen, den Change zu vermitteln, zu erklären und Vorteile aufzuzeigen
. Hier werden kollegiale Strukturen zur Wissensvermittlung genutzt, was sehr stark zu einer hohen Akzeptanz und Glaubwürdigkeit beiträgt.

Communities
Plattform für die Projektkommunikation, über die sich Beteiligte (bspw. Projektteams, Guides, etc.) austauschen können.
So werden nicht nur (Kommunikations-)Hindernisse vermieden, sondern es wird auch eine vernetzte (Selbst-)Organisation angestoßen, die zu mehr Autonomie und somit zu einer höheren Identifikation mit dem Projekt führt.

Success Stories
Nach einer gewissen Projektlaufzeit wird umfassendes Feedback unter den Mitarbeitern eingeholt und daraus Material zur Kommunikation von Erfolgen und Anwendungsfällen gesammelt. Der konkrete Nutzen des Changes wird somit vom eigenen Kollegen aufgezeigt, was wiederum die eigene Motivation erhöht, sich damit auseinanderzusetzen.

Das hat dann mit „Friss-oder-stirb“ nicht mehr viel zu tun. Das hat auch mit sturen, unwilligen Mitarbeitern und frustrierten Managern nichts mehr zu tun. Am Ende steht hier eine Organisation, der es gelungen ist, ihre Mitarbeiter durch den Change und sich selbst damit ein Stück näher ans Ziel zu führen.

 

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Beispiel-Maßnahmen der Change Kommunikation und deren mögliche Einbettung in einer Kommunikations-Strategie finden Sie in unserer Präsentation „Change Kommunikation im Rahmen eines Future Workplace Projektes“ über den Download-Button unten.

 

 

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